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Mittwoch, 19. Oktober 2016

Dank der Pilgerin

Auf dem Jakobsweg. Eigenes Foto

Du erhörtest mein Gebet
Hörtest mich
In meiner Not.
Gelöst
Liegt mein Leben vor mir
Wie ein glattes Band
Befreit von Knoten.
Dir sei Lob und Dank!
Du missbilligst nicht,
Dass ich alles verlang.
Du lenkst meinen Weg,
Zu treffen
Ersehntes
Zu rechter Zeit.

 

Carron de Los Condes, August 2016 

Montag, 29. Juni 2015

Mit allen Wassern gewaschen

Mit allen Wassern
stieß ich zusammen.
All Deine Wellen und Wogen gingen über mich hin.
Doch, nachdem du das Tuch zu Ende gewebt,
Kleidetest du mich in Gewänder des Heils.
Und hoch warfst du
Den Vogel, den der Druck deiner Hand
Geschmiedet
Geläutert
Aud dem erdigen Gold, und ich fliege
Hoch. So singe ich Dir mein Lied.
Ja. Sagst Du.
Denn jetzt,
Nachdem du mir dein Leid geklagt
Und deinen Schmerz
Auf mich geworfen hast,
Hast du endlich
Keine Steine mehr
Über die du stoplern kannst.
Ich tanze
In der Luft
Die Luft trägt mich
Die Liebe trägt mich
Ich fliege auf den Schwingen des Heils
Wie ein Pfeil schieße ich dahin.
Machtvoll hast Du dich kundgetan.
Durch alle Wasser
Dringe ich hindurch.
Alle Wellen und Wogen tanzen und singen in mir,
Ich nahm sie an und sie wurden mir ein Chor.
Ich singe Dein Lied:
Liebe
hast Du mir gegeben.

Dienstag, 23. Juni 2015

Der Wanderer

Ich wanderte im finsteren Tal
Und fürchtete nicht das Unheil.
Schwach war es, es hinkte,
Es stützte sich auf mich als ich lief.
Doch ich fürchtete mich nicht, als ich zog
Hinauf, zum Tempel des Herrn, dort zu wandeln.
Besser wandern alle Tage
Um einen in den Vorhöfen deines Heiligtums;
Habe ich deine Schwelle - was sollen mir die Zelte der Frevler?
Auch das Unheil geht nach ihnen nicht aus.
Käme es nicht zu mir
Wer würde es kleiden?
Doch
Hat einer einmal ein Festgewand
so soll er auch feiern.

Ich wanderte im finsteren Tal,
Da ich wusste vom Licht.
Ich wanderte blind,
An Steine stieß ich
Nicht, ohne sie fragen zu hören,
Ob sie mir Haus sein dürfen.
Mir aber winkte die Schwelle.
Ich ließ ihnen ein Pfand und ging fort.
Für die Vorhöfe des Heiligtums und für den Platz an der Schwelle
Wird es schon genug sein, was am Ende noch bleibt.

Ich wanderte im finsteren Tal
Und meine Hände waren frei von Gepäck.
Ein jeder wollte getragen sein.
Ich sagte: Auf Zeit:
Denn der Stecken und Stab wartet meiner.
Und wer am Ruheplatz mir Wasser
Sein wird
Mit dem gelange ich ans Ziel.

Donnerstag, 18. Juni 2015

Ein Psalmsänger-Gedicht

Singt dem Herrn ein neues Lied,
Spielt Ihm, preist seinen Namen!
Wunderbare Taten hat er vollbracht
(Zum Beispiel hat er dich gemacht.)
Der Herr ist ein König, der den Kriegen ein Ende setzt.
Er beendet die Kriege die in mir tobten,
Er stillt die Stürme die mich umwogten.
Ein Gott ist er, vor dem die Völker erzittern.
Mein Gott ist er, aus meines Herzens Splittern
Baut er Paläste, komm
Darin zu wohnen!
Ich singe dem Herrn ein Lied.
Er führt mich von Meer zu Meer.
Zum Felsen formte er mich,
Ich bin stärker als jedes Heer.
Ich singe dir mein Lied.

S. Reh - 17.06.2015